Bienvenido Online! Internet in Kuba

[Ö1/ Matrix, 19.07.2009]

Jahrzehnte des US-amerikanischen Embargos und der Verlust starker Bündnispartner durch den Zusammenbruch des Ostblocks haben dazu geführt, dass sich Kuba in den letzten Dekaden international immer mehr isoliert hat. Touristen sind als Devisen-Bringer willkommen, doch sonst will man vom Rest der Welt nicht viel wissen. Dazu gehört auch eine konsequente Abschottung vom Internet und das Verbot jeglicher Handy-Nutzung. Diese Informations-Unterdrückung hat zum Entstehen einer Untergrund-Kultur mit inoffiziellen Netz-Zugängen, kommunaler Computernutzung und auf Flash-Datenspeichern zirkulierenden Oppositions-Videos geführt.
Jetzt beginnt sich der Staat mit dem Abdanken des Revolutionsführers Fidel Castro vorsichtig neuen Technologien zu öffnen. Die beiden Forscher Gwendolyn Floyd und Joshua Kauffman waren in den vergangenen Monaten mehrfach in Kuba, um der heimlichen Internet-Revolution des kommunistischen Inselstaats auf die Spur zu kommen. Janko Röttgers sprach mit ihnen im kalifornischen San Diego.

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