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    <title>:: Lowpass.cc :: Texte ::</title>
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 <title><![CDATA[Internet-Manifest]]></title>
 <link>http://www.lowpass.cc/texte.php?itemid=414</link>
<description><![CDATA[<a href="http://www.lowpass.cc/texte.php?itemid=414"></a>Wie Journalismus heute funktioniert. 17 Behauptungen.<br />
<br />
1. Das Internet ist anders.<br />
Es schafft andere Öffentlichkeiten, andere Austauschverhältnisse und andere Kulturtechniken. Die Medien müssen ihre Arbeitsweise der technologischen Realität anpassen, statt sie zu ignorieren oder zu bekämpfen. Sie haben die Pflicht, auf Basis der zur Verfügung stehenden Technik den bestmöglichen Journalismus zu entwickeln - das schließt neue journalistische Produkte und Methoden mit ein.<br />
<br />
2. Das Internet ist ein Medienimperium in der Jackentasche.<br />
<br />
Das Web ordnet das bestehende Mediensystem neu: Es überwindet dessen bisherige Begrenzungen und Oligopole. Veröffentlichung und Verbreitung medialer Inhalte sind nicht mehr mit hohen Investitionen verbunden. Das Selbstverständnis des Journalismus wird seiner Schlüssellochfunktion beraubt - zum Glück. Es bleibt nur die journalistische Qualität, die Journalismus von bloßer Veröffentlichung unterscheidet.<br />
<br />
3. Das Internet ist die Gesellschaft ist das Internet.<br />
<br />
Für die Mehrheit der Menschen in der westlichen Welt gehören Angebote wie Social Networks, Wikipedia oder Youtube zum Alltag. Sie sind so selbstverständlich wie Telefon oder Fernsehen. Wenn Medienhäuser weiter existieren wollen, müssen sie die Lebenswelt der Nutzer verstehen und sich ihrer Kommunikationsformen annehmen. Dazu gehören die sozialen Grundfunktionen der Kommunikation: Zuhören und Reagieren, auch bekannt als Dialog.<br />
<br />
<br />
4. Die Freiheit des Internet ist unantastbar.<br />
<br />
Die offene Architektur des Internet bildet das informationstechnische Grundgesetz einer digital kommunizierenden Gesellschaft und damit des Journalismus. Sie darf nicht zum Schutz der wirtschaftlichen oder politischen Einzelinteressen verändert werden, die sich oft hinter vermeintlichen Allgemeininteressen verbergen. Internet-Zugangssperren gleich welcher Form gefährden den freien Austausch von Informationen und beschädigen das grundlegende Recht auf selbstbestimmte Informiertheit.<br />
<br />
<br />
5. Das Internet ist der Sieg der Information.<br />
<br />
Bisher ordneten, erzwungen durch die unzulängliche Technologie, Institutionen wie Medienhäuser, Forschungsstellen oder öffentliche Einrichtungen die Informationen der Welt. Nun richtet sich jeder Bürger seine individuellen Nachrichtenfilter ein, während Suchmaschinen Informationsmengen in nie gekanntem Umfang erschließen. Der einzelne Mensch kann sich so gut informieren wie nie zuvor.<br />
<br />
<br />
6. Das Internet verändert  verbessert den Journalismus.<br />
<br />
Durch das Internet kann der Journalismus seine gesellschaftsbildenden Aufgaben auf neue Weise wahrnehmen. Dazu gehört die Darstellung der Information als sich ständig verändernder fortlaufender Prozess; der Verlust der Unveränderlichkeit des Gedruckten ist ein Gewinn. Wer in dieser neuen Informationswelt bestehen will, braucht neuen Idealismus, neue journalistische Ideen und Freude am Ausschöpfen der neuen Möglichkeiten.<br />
<br />
<br />
7. Das Netz verlangt Vernetzung.<br />
<br />
Links sind Verbindungen. Wir kennen uns durch Links. Wer sie nicht nutzt, schließt sich aus dem gesellschaftlichen Diskurs aus. Das gilt auch für die Online-Auftritte klassischer Medienhäuser.<br />
<br />
<br />
8. Links lohnen, Zitate zieren.<br />
<br />
Suchmaschinen und Aggregatoren fördern den Qualitätsjournalismus: Sie erhöhen die Auffindbarkeit von herausragenden Inhalten und sind so integraler Teil der neuen, vernetzten Öffentlichkeit. Referenzen durch Verlinkungen und Zitate – auch und gerade ohne Absprache oder gar Entlohnung des Urhebers – ermöglichen überhaupt erst die Kultur des vernetzten Gesellschaftsdiskurses und sind unbedingt schützenswert.<br />
<br />
<br />
9. Das Internet ist der neue Ort für den politschen Diskurs.<br />
Demokratie lebt von Beteiligung und Informationsfreiheit. Die Überführung der politischen Diskussion von den traditionellen Medien ins Internet und die Erweiterung dieser Diskussion um die aktive Beteiligung der Öffentlichkeit ist eine neue Aufgabe des Journalismus.<br />
<br />
10. Die neue Pressefreiheit heißt Meinungsfreiheit.<br />
<br />
Artikel 5 des Grundgesetzes konstituiert kein Schutzrecht für Berufsstände oder technisch tradierte Geschäftsmodelle. Das Internet hebt die technologischen Grenzen zwischen Amateur und Profi auf. Deshalb muss das Privileg der Pressefreiheit für jeden gelten, der zur Erfüllung der journalistischen Aufgaben beitragen kann. Qualitativ zu unterscheiden ist nicht zwischen bezahltem und unbezahltem, sondern zwischen gutem und schlechtem Journalismus.<br />
<br />
11. Mehr ist mehr – es gibt kein Zuviel an Information.<br />
<br />
Es waren einst Institutionen wie die Kirche, die der Macht den Vorrang vor individueller Informiertheit gaben und bei der Erfindung des Buchdrucks vor einer Flut unüberprüfter Information warnten. Auf der anderen Seite standen Pamphletisten, Enzyklopädisten und Journalisten, die bewiesen, dass mehr Informationen zu mehr Freiheit führen - sowohl für den Einzelnen wie auch für die Gesellschaft. Daran hat sich bis heute nichts geändert.<br />
<br />
<br />
12. Tradition ist kein Geschäftsmodell.<br />
<br />
Mit journalistischen Inhalten lässt sich im Internet Geld verdienen. Dafür gibt es bereits heute viele Beispiele. Das wettbewerbsintensive Internet erfordert aber die Anpassung der Geschäftsmodelle an die Strukturen des Netzes. Niemand sollte versuchen, sich dieser notwendigen Anpassung durch eine Politik des Bestandsschutzes zu entziehen. Journalismus braucht einen offenen Wettstreit um die besten Lösungen der Refinanzierung im Netz und den Mut, in ihre vielfältige Umsetzung zu investieren<br />
<br />
<br />
13. Im Internet wird das Urheberrecht zur Bürgerpflicht.<br />
<br />
Das Urheberrecht ist ein zentraler Eckpfeiler der Informationsordnung im Internet. Das Recht der Urheber, über Art und Umfang der Verbreitung ihrer Inhalte zu entscheiden, gilt auch im Netz. Dabei darf das Urheberrecht aber nicht als Hebel missbraucht werden, überholte Distributionsmechanismen abzusichern und sich neuen Vertriebs- und Lizenzmodellen zu verschließen. Eigentum verpflichtet.<br />
<br />
<br />
14. Das Internet kennt viele Währungen.<br />
<br />
Werbefinanzierte journalistische Online-Angebote tauschen Inhalte gegen Aufmerksamkeit für Werbebotschaften. Die Zeit eines Lesers, Zuschauers oder Zuhörers hat einen Wert. Dieser Zusammenhang gehört seit jeher zu den grundlegenden Finanzierungsprinzipien für Journalismus. Andere journalistisch vertretbare Formen der Refinanzierung wollen entdeckt und erprobt werden.<br />
<br />
<br />
15. Was im Netz ist, bleibt im Netz.<br />
<br />
Das Internet hebt den Journalismus auf eine qualitativ neue Ebene. Online müssen Texte, Töne und Bilder nicht mehr flüchtig sein. Sie bleiben abrufbar und werden so zu einem Archiv der Zeitgeschichte. Journalismus muss die Entwicklungen der Information, ihrer Interpretation und den Irrtum mitberücksichtigen, also Fehler zugeben und transparent korrigieren.<br />
<br />
<br />
16. Qualität bleibt die wichtigste Qualität.<br />
Das Internet entlarvt gleichförmige Massenware. Ein Publikum gewinnt auf Dauer nur, wer herausragend, glaubwürdig und besonders ist. Die Ansprüche der Nutzer sind gestiegen. Der Journalismus muss sie erfüllen und seinen oft formulierten Grundsätzen treu bleiben.<br />
<br />
17. Alle für alle. <br />
<br />
Das Web stellt eine den Massenmedien des 20. Jahrhunderts überlegene Infrastruktur für den gesellschaftlichen Austausch dar: Die "Generation Wikipedia" weiß im Zweifel die Glaubwürdigkeit einer Quelle abzuschätzen, Nachrichten bis zu ihrem Ursprung zu verfolgen und zu recherchieren, zu überprüfen und zu gewichten – für sich oder in der Gruppe. Journalisten mit Standesdünkel und ohne den Willen, diese Fähigkeiten zu respektieren, werden von diesen Nutzern nicht ernst genommen. Zu Recht. Das Internet macht es möglich, direkt mit den Menschen zu kommunizieren, die man einst Leser, Zuhörer oder Zuschauer nannte - und ihr Wissen zu nutzen. Nicht der besserwissende, sondern der kommunizierende und hinterfragende Journalist ist gefragt.<br />
<br />
<br />
Internet, 07.09.2009<br />
<br />
Markus Beckedahl          <a href="http://www.netzpolitik.org/">http://www.netzpolitik.org/</a><br />
Mercedes Bunz             <a href="http://www.mercedes-bunz.de/">http://www.mercedes-bunz.de/</a><br />
Julius Endert                <a href="http://www.blinkenlichten.com/">http://www.blinkenlichten.com/</a><br />
Johnny Haeusler           <a href="http://www.spreeblick.com">http://www.spreeblick.com</a><br />
Thomas Knüwer            <a href="http://blog.handelsblatt.com/indiskretion/">http://blog.handelsblatt.com/indiskretion/</a><br />
Sascha Lobo                <a href="http://www.saschalobo.com/">http://www.saschalobo.com/</a><br />
Robin Meyer-Lucht        <a href="http://www.berlin-institute.de/">http://www.berlin-institute.de/</a><br />
Wolfgang Michal           <a href="http://www.autoren-reporter.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=23&amp;Itemid=66">http://www.autoren-reporter.de/index.php?option=com_content&task=view&id=23&Itemid=66</a><br />
Stefan Niggemeier        <a href="http://www.stefan-niggemeier.de">http://www.stefan-niggemeier.de</a><br />
Kathrin Passig               <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kathrin_Passig">http://de.wikipedia.org/wiki/Kathrin_Passig</a><br />
Janko Röttgers             <a href="http://www.lowpass.cc/">http://www.lowpass.cc/</a><br />
Peter Schink                <a href="http://www.peter-schink.de/">http://www.peter-schink.de/</a><br />
Mario Sixtus                <a href="http://www.elektrischer-reporter.de/">http://www.elektrischer-reporter.de/</a><br />
Peter Stawowy            <a href="http://www.xing.com/profile/Peter_Stawowy">http://www.xing.com/profile/Peter_Stawowy</a><br />
Fiete Stegers                <a href="http://www.netzjournalismus.de/">http://www.netzjournalismus.de/</a><br />
<br />
CC-BY                       <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/ ">http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/ </a><br />
<br />
]]></description>
 <category>topstory</category>
<comments>http://www.lowpass.cc/texte.php?itemid=414</comments>
 <pubDate>Mon, 7 Sep 2009 02:55:00 -0700</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[China: Mit Alpakas gegen Zensur im Netz]]></title>
 <link>http://www.lowpass.cc/texte.php?itemid=413</link>
<description><![CDATA[Chinesische Internet-Nutzer protestieren mit zweideutigen Beschimpfungen und absurden Videos gegen Zensur im Internet, wusste die Journalismus-Professorin Rebecca MacKinnon auf der Emerging-Technology-Konferenz (ETech) zu berichten. Gleichzeitig porträtiert sich die chinesische Regierung als modern - und überlässt das schmutzige Zensurgeschäft den Providern. [Futurezone, 13.03.2009] Zum Thema Internet in China fällt Menschen im Westen meist nur ein einziges Stichwort ein: Zensur. Man stellt sich China dabei als ein abgeschottetes Reich vor, in dem die Regierung den Zugriff auf politisch zweideutige Inhalte unterbindet und gleichzeitig jedem Bürger über die virtuelle Schulter schaut.<br />
<br />
Ganz falsch ist das nicht, wusste die Journalismus-Professorin und ehemalige CNN-Korrespondentin MacKinnon am Donnerstag auf der ETech in San Jose zu berichten. Doch gleichzeitig gebe es in China eine bunte Internet-Kultur, die sich mit Kreativität gegen die staatlichen Zensurversuche wehre.<br />
<br />
Zotteligkeit und Zoten<br />
<br />
So werden in China bestimmte Wörter von Suchmaschinen und Blog-Anbietern gefiltert. Wer mit dem chinesischen Google-Pendant Baidu nach dem Platz des himmlischen Friedens und dem Wort Massaker suche, bekomme keinen einzigen Treffer angezeigt. Auch das Nutzen bestimmter als unmoralisch angesehener Wörter sei verpönt und damit in vielen Fällen unmöglich.<br />
<br />
Chinesische Netznutzer reagieren darauf, indem sie phonetisch ähnlich klingende Wörter nutzen. So gibt es im Chinesischen zahlreiche Begriffe, die mit einer etwas anderen Stimmführung eine völlig andere Bedeutung bekommen. Ein im chinesischen Internet besonders populäres Beispiel ist laut MacKinnon das Alpaka-Kamel.<br />
<br />
Spricht man das chinesische Wort dafür ein wenig anders aus, dann wird daraus die unzweideutige Beschimpfung, man solle doch Inzest mit der eigenen Mutter haben. Zu den populärsten chinesischen Online-Videos gehört derzeit das Musikvideo eines Kinderchor-Songs über die zotteligen Tiere - oder sollten die Kleinen etwa doch über etwas anderes singen?<br />
<br />
Der Kampf der Flusskrebse<br />
<br />
MacKinnon wusste zu berichten, dass das Alpaka nicht der einzige zweideutige Held der chinesischen Zensurgegner ist. Ebenfalls sehr populär ist der Flusskrebs, da das chinesische Wort dafür fast genauso klingt wie das Wort harmonisch. Chinesische Politiker bezeichneten die lokale Internet-Zensur lange Zeit als Harmonisierung.<br />
<br />
Doch als Blogger sich dann offen auf ihren Websites darüber beklagten, ihre letzen Einträge seien wieder einmal "harmonisiert" worden, da wurde das Wort Harmonisierung selbst auf den Index gesetzt - und Blogger veröffentlichten stattdessen einfach Fotos von Flusskrebsen.<br />
<br />
Mittlerweile haben sich diese Netzmetaphern derart verselbstständigt, dass es bereits erste Mash-ups gibt. "Es gibt derzeit plötzlich ausufernde ernsthafte intellektuelle Debatten darüber, ob Flusskrebse den Lebensraum der Alpaka-Kamele bedrohen", berichtete MacKinnon. Sie konnte dem ETech-Publikum zudem ein Musikvideo vorführen, in dem die Alpakas zu Hip-Hop-Klängen gegen Flusskrebse kämpften. Die kaum versteckte Botschaft: Internet-Nutzer werden gegen die Zensur gewinnen.<br />
<br />
Der Regierungschef im Live-Chat<br />
<br />
Gleichzeitig sagte MacKinnon, dass die chinesische Regierung immer selbstbewusster mit dem Netz umgehe. So stellte sich der chinesische Regierungschef Wen Jiabao am Wochenende in einem zwei Stunden langen Live-Chat den Fragen chinesischer Netznutzer. Mittlerweile gebe es sogar auf offiziellen Websites der chinesischen Regierung offene Diskussionen über die Einkindpolitik des Landes.<br />
<br />
Während sich die Regierung so im Netz von ihrer besten Seite zeigt, überlässt man die Zensur den Anbietern von Online-Diensten. MacKinnon sagte, dass sie kürzlich versucht habe, bei einem chinesischen Blog-Anbieter einen Artikel über die Mütter der auf dem Platz des himmlischen Friedens getöteten Demonstranten zu veröffentlichen. Als sie auf den Button zum Veröffentlichen klickte, erklärte eine Meldung, ihr Artikel sei in einer Moderationswarteschlange. "Und da wird er dann wohl auch bleiben", so MacKinnon.<br />
<br />
Alpakas oder Flusskrebse<br />
<br />
Letztlich sei all das jedoch kein rein chinesisches Phänomen. Auf der ganzen Welt gebe es Tendenzen, im Internet persönliche Freiheiten und Werte wie Sicherheit und Moral gegeneinander aufzuwiegen. In China gebe es dazu derzeit eine sehr aktive, aber von außen nicht immer leicht verständliche Diskussion. Nun müssten sich Nutzer im Westen fragen, für wen sie Partei ergreifen wollen: Alpakas oder Flusskrebse?<br />
<br />
<a href="http://futurezone.orf.at/stories/1503269/">Der Text mit Links bei futurezone.orf.at.</a>]]></description>
 <category>General</category>
<comments>http://www.lowpass.cc/texte.php?itemid=413</comments>
 <pubDate>Fri, 13 Mar 2009 15:58:00 -0700</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[ETech 2009: Kunst durch Outsourcing ]]></title>
 <link>http://www.lowpass.cc/texte.php?itemid=412</link>
<description><![CDATA[Der Google-Mitarbeiter Aaron Koblin nutzt Amazons Mechanical Turk, um mit Hilfe von Tausenden von Mitarbeitern aus der ganzen Welt Kunst zu produzieren. Auf der Emerging-Technology-Konferenz (ETech) stellte er sein neuestes Projekt vor. [Futurezone, 12.03.2009] Der US-amerikanische Song "Daisy Bell" gilt seit langem als eine Art heimliche Hymne des Computerzeitalters. Forscher des Bell Labs wählten "Daisy Bell", als sie 1961 der Welt vorführen wollten, dass Computer dank Sprachsynthese auch singen können. Science-Fiction-Meister Stanley Kubrik ließ sich davon für seinen Klassiker "A Space Odyssey" inspirieren, in dem HAL 9000 ebenfalls "Daisy Bell" intonierte.<br />
<br />
Mehr als 40 Jahre später setzte der Künstler und Google-Mitarbeiter Aaron Koblin "Daisy Bell" nun ein bemerkenswertes Denkmal. Koblin zerschnipselte den Song in rund 300 Klangfragmente und bat anschließend 2.000 Freiwillige darum, diese Fragmente nachzusingen. Mit diesen Resultaten schuf er dann eine einzigartige, kollaborative Aufnahme des Songs, die er erstmals am Mittwoch (Ortszeit) auf der ETech in San Diego präsentierte.<br />
<br />
<br />
Sechs Cent pro Gesangseinlage<br />
<br />
Der Clou: Koblin nutzte für seine Neuaufnahme Amazons Mechanical Turk - einen Web-Dienst, der Entwickler von Online-Angeboten mit Arbeitssuchenden auf der ganzen Welt verbindet. Die Idee des Dienstes ist, dass Menschen einige Dinge einfach besser leisten können als Maschinen. Start-ups nutzen Turk unter anderem zum Transkribieren von Audioinhalten und zum Klassifizieren von Fotos.<br />
<br />
Koblin schrieb für sein Projekt eine Flash-Software, die einen einzelnen Klang des Originalsongs abspielte und Mitwirkenden danach das Aufnehmen einer Nachempfindung erlaubte. Er verriet ihnen jedoch nicht, aus welchem Kontext der Klang stammte. Aufgenommene Klänge wurden mit jeweils sechs US-Cent vergütet.<br />
<br />
Man habe Mitwirkende aus mehr als 70 Ländern für das Projekt gewinnen können, berichtete Koblin. Amazon erlaube jedoch keine genaueren Rückschlüsse über die Identität und die Motivationen der einzelnen Teilnehmer. "Sie versuchen, Arbeiter wie Programmanfragen zu behandeln und nicht wie Individuen", so Koblin.<br />
<br />
Das Wissen der Masse visualisieren<br />
<br />
Der Song ist nicht Koblins erster Versuch, Amazons Mechanical Turk für ein Kunstprojekt zu nutzen. In der Vergangenheit suchte er über die Plattform unter anderem nach Mitwirkenden, die für ihn 10.000 Schafe zeichneten. Jede Schafzeichnung belohnte er mit 2 US-Cent.<br />
<br />
Tausende von Turk-Arbeitern ließen sich von dieser geringen Entlohnung nicht abschrecken. Manch einer habe sogar bis zu 64 Minuten an seinem Schaf gearbeitet. Nur ein einziger Turk-Arbeiter schrieb: "Was soll das? Warum macht ihr das?" "Das war eine vollkommen berechtigte Frage", so Koblin im Rückblick.<br />
<br />
Koblin nutzte das Mechanical-Turk-Angebot zudem, um 10.000 kleine Fragmente eines 100-Dollar-Scheins Stück für Stück nachzeichnen zu lassen. "Das Projekt visualisiert das Wissen der Masse", erklärte Koblin dazu am Mittwoch. "Es gibt viele Abweicher, aber im Großen und Ganzen sieht es doch sehr wie ein 100-Dollar-Schein aus."<br />
<br />
Ein Laservideo für Radiohead<br />
<br />
Berühmt wurde Koblin im Netz jedoch für ein anderes Projekt. Der Google-Mitarbeiter half im letzten Jahr Radiohead mit der Produktion eines Musikvideos für den Song "House of Cards". Koblin setzte dafür anstelle einer herkömmlichen Kamera auf einen 75.000 Dollar teuren Laser, um Gesichter und andere Oberflächen dreidimensional zu visualisieren.<br />
<br />
Besucher der ETech bekamen am Mittwoch vorgeführt, wie der dafür eingesetzte Laser funktioniert. Ein sich um die eigene Achse drehender Kugelkopf feuerte mehr als eine Million Signale pro Umdrehung, um die Konturen des Vortragsraums zu erfassen und auf einer Leinwand wiederzugeben.<br />
<br />
Bruce Hall vom Laserhersteller Velodyne wusste zu berichten, dass derartige Laser normalerweise zur Navigation führerloser Fahrzeuge eingesetzt werden. Das Radiohead-Video sei da eine willkommene Abwechslung gewesen, so Koblin, der dazu sagte: "Ich möchte mich bei Aaron dafür bedanken, dass ich in den Augen meiner Kinder plötzlich wichtig bin."<br />
Langweilig und schlecht bezahlt<br />
<br />
Koblin selbst will in Zukunft weiter mit Amazons Mechanical Turk experimentieren - auch wenn er immer noch nicht versteht, warum sich so viele Leute daran beteiligen. Er selbst habe einmal testweise ein paar Turk-Aufgaben gelöst, aber ganz schnell wieder aufgegeben. "Es war furchtbar langweilig", erinnert sich Koblin. "Und am Ende hatte ich nur sieben Cent verdient."<br />
<a href="http://futurezone.orf.at/stories/1503251/"><br />
Der Text mit Links bei futurezone.orf.at.</a>]]></description>
 <category>General</category>
<comments>http://www.lowpass.cc/texte.php?itemid=412</comments>
 <pubDate>Thu, 12 Mar 2009 15:55:00 -0700</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[ETech 2009: Die Zukunft der Zeitung ]]></title>
 <link>http://www.lowpass.cc/texte.php?itemid=411</link>
<description><![CDATA[Liegt die Zukunft der Printmedien in personalisierten Zeitungen auf elektronischem Papier, in Barcodes für iPhones oder doch in der guten, alten Druckausgabe? Auf der derzeit im kalifornischen San Jose stattfindenden Emerging-Technology-Konferenz gingen die Meinungen dazu auseinander. [Futurezone, 11.03.2009] "Die Zeitung wird nicht einfach so verschwinden", sagte Nick Bilton von der "New York Times" am Dienstag dem Publikum der Emerging-Technology-Konferenz (ETech). Sein Arbeitgeber werde noch für Jahrzehnte ganz klassisch Nachrichten auf Papier verbreiten. Gleichzeitig bemüht man sich bei der "NYT" jedoch, einer neuen Generation von Medienkonsumenten Möglichkeiten zu bieten, die mit Druckerschwärze so nicht machbar sind.<br />
<br />
Die New Yorker Medieninstitution besitzt dazu ein Research-and-Development-Team, das unter anderem mit Geräten wie dem iPhone und Amazons Kindle experimentiert. "Wir fragen uns, wie wir auf diesen Geräten Geschichten erzählen können", so Bilton, der Teil des Teams ist. Ein Ansatz sei, möglichst flexibel auf die Möglichkeiten und Beschränkungen des jeweiligen Bildschirms zu reagieren.<br />
<br />
Bald 2-D-Barcodes in der "NYT"<br />
<br />
Sein Team hat dazu Prototypen entwickelt, die je nach Browser- und Bildschirmgröße Grafiken weglassen und Fonts größer darstellen. Nicht all diese Entwicklungen werden tatsächlich einmal den Markt erreichen. Eher experimenteller Natur ist beispielsweise ein von Biltons Team entwickelter Sensor, der den Abstand eines Lesers von seinem Fernseher mit Internet-Zugang misst.<br />
<br />
Dafür wird die Zeitung ihre Leser in den nächsten Monaten mit einer anderen Entwicklung des R-und-D-Teams vertraut machen. 2-D-Barcodes sollen Mobiltelefonnutzern ermöglichen, zusätzliche Informationen zu einem Artikel auf der Website der "New York Times" nachzuschlagen. Die Integration solcher grafischer Links in die Papierausgabe einer Zeitung ist jedoch nicht ganz unkompliziert, so Bilton. "Einige Leute glauben, dass es sich dabei um Kreuzworträtsel ohne Lösungshinweise handelt", wusste er von internen Tests zu berichten.<br />
<br />
Schluss mit dem Papiermüll<br />
<br />
Wenn es nach dem Hewlett-Packard-Forscher Carl Taussig geht, dann werden auf Papier gedruckte Barcodes dagegen schon bald wieder veraltet sein. Taussig arbeitet in den HP Labs an papierähnlichen Displays, die auch als E-Paper bekannt sind. Zu seiner Spezialität gehören Displays, die ähnlich wie klassisches Papier in einer Art Druckprozess auf großen Rollen verarbeitet werden.<br />
<br />
Der HP-Forscher ließ seine Zuhörer am Dienstag wissen, dass ihm der Übergang vom klassischen zum elektronischen Papier gar nicht schnell genug gehen kann. Der typische Zeitungsabonnent verursache pro Jahr bis zu 200 Kilogramm Papiermüll. "Dem würde ich gerne ein Ende setzen", so Taussig.<br />
<br />
Gleichzeitig sei E-Paper einfach billiger. "Das Teuerste am Produzieren einer Zeitung ist der Druckprozess", erklärte er.<br />
<br />
Letztlich gehe es ihm darum, mit E-Paper die Welt der Zeitungen zu erhalten. So ließe sich eine elektronische Zeitungsausgabe besser über zielgruppengerechte Anzeigen finanzieren. Taussig dazu: "Wir müssen dafür sorgen, dass das Zeitungsgeschäft profitabel bleibt." Ohne Zeitungen gehe der Gesellschaft eine wichtige Kontrollinstanz verloren.<br />
Redaktionen schrumpfen weiter<br />
<br />
Das Verschwinden dieser Kontrollinstanz ist in den USA längst keine finstere Zukunftsvision mehr. Ende Februar druckte die in Denver erscheinende Zeitung "Rocky Mountain News" ihre letzte Ausgabe. Letzte Woche erfuhren die Leser des "Seattle Post Intelligencer", dass ihre Zeitung bald nur noch im Web erscheint. Und in San Francisco bangen derzeit die Mitarbeiter des lokalen "Chronicle" um ihren Job. Experten gehen davon aus, dass bis zum Ende des Jahres bis zu 20 US-Zeitungen schließen könnten.<br />
<br />
"New York Times"-Mitarbeiter Bilton glaubt jedoch, dass diese Krise für einige Publikationen ein Anlass sein könnte, sich auf ihre Stärken zu besinnen. Lokale Redaktionen müssten nicht jeden Tag eine komplette Tageszeitung produzieren, um relevant zu sein, so Bilton.<br />
<br />
Aktuelle Nachrichten im Web, ergänzt um eine wöchentliche Druckausgabe, reichten in vielen Fällen aus. Dazu brauche es dann eben auch keine Redaktionen mit mehreren hundert Mitarbeitern. "Ich glaube, dass viele der heute existierenden Redaktionen zu groß sind", so Bilton.<br />
<a href="http://futurezone.orf.at/stories/1503200/"><br />
Der Text mit Links bei futurezone.orf.at.</a>]]></description>
 <category>General</category>
<comments>http://www.lowpass.cc/texte.php?itemid=411</comments>
 <pubDate>Wed, 11 Mar 2009 15:52:00 -0700</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[ETech 2009: Raus aus der Scheinwelt]]></title>
 <link>http://www.lowpass.cc/texte.php?itemid=410</link>
<description><![CDATA[Die Emerging-Technology-Konferenz des O'Reilly-Verlags galt lange Zeit als Testgelände für die Zukunftstechnologien des Web 2.0. Doch die Wirtschaftskrise hinterlässt auch hier ihre Spuren. "Wir haben die schlimmste soziale Ungleichheit seit dem Ende des 19. Jahrhunderts", so Verleger Tim O'Reilly, "und was machen unsere klügsten Köpfe? Sie schmeißen auf Facebook mit virtuellen Schafen um sich." [Futurezone, 10.03.2009] "Das sind ganz schön harte Zeiten", sagte O'Reilly am Montagabend (Ortszeit) in San Jose während seiner Eröffnungsrede zur Emerging-Technology-Konferenz (ETech). O'Reilly ist im Netz als ausgesprochener Optimist bekannt, der seiner Vorträge gerne dazu nutzt, über seiner Meinung nach visionäre Start-ups zu schwärmen.<br />
<br />
Die Besucher der ETech bekamen jedoch am Montag einen anderen O'Reilly zu Gesicht. "Die Technologiebranche lebt in einer Scheinwelt", beschwerte sich der Verlagsgründer. Man habe zu lange die Augen vor den wahren Problemen der Welt verschlossen und sich stattdessen auf Geschäftsmodelle konzentriert, die auf Werbung für Dinge basierten, die niemand brauche.<br />
<br />
Neben der aktuellen Witschaftskrise nannte O'Reilly unter anderem den Treibhauseffekt und Armut als Probleme, für die es dringend eine Lösung brauche. "Wir haben die schlimmste soziale Ungleichheit seit dem Ende des 19. Jahrhunderts", so O'Reilly, "und was machen unsere klügsten Köpfe? Sie schmeißen auf Facebook mit virtuellen Schafen um sich."<br />
<br />
SMS gegen Seuchen<br />
<br />
O'Reilly knüpfte mit dieser Kritik an Reden und Blog-Beiträge an, mit denen er Entwickler und Internet-Unternehmer in den vergangenen Monaten immer wieder dazu aufgefordert hatte, an Dingen mit Potenzial für echte Veränderung zu arbeiten.<br />
<br />
Am Montag präzisierte er diesen Gedanken. Ihm gehe es nicht darum, Leute zur Arbeit für gemeinnützige Organisationen zu überzeugen. "Ich glaube nicht, dass wir es diesen Organisationen überlassen sollten, unsere Probleme zu lösen", so O'Reilly. Stattdessen solle jeder in seinem Bereich daran arbeiten, die Welt zu verändern.<br />
<br />
Der Wunsch nach fundamentalen Veränderungen spiegelt sich in diesem Jahr auch im Programm der ETech-Konferenz wider. Die Konferenz war in der Vergangenheit als kreatives Trendsetter-Event der Web-2.0-Welt bekannt. In den nächsten Tagen bekommen die Besucher jedoch weniger über soziale Bookmarks und Blog-Suchmaschinen und dafür mehr über umweltfreundliche und sozial relevante Technologien zu hören.<br />
<br />
So werden unter anderem einige Forscher erklären, wie sie in Vietnam SMS-Dienste zum Bekämpfen von Seuchen einsetzen. Konferenz-Organisator Brady Forrest sagte dazu in einem Vorabinterview mit ORF.at: "Diese Beispiele dienen als Augenöffner dafür, wie existierende Technologien für neue Anwendungsszenarien genutzt werden können."<br />
Plastiksackerl statt Konferenztasche<br />
<br />
Die ETech steht in diesem Jahr unter dem Motto "Living, Reinvented: The Technology of Abundance and Constraints" lautet. Auf Deutsch beutetet das in etwa so viel wie "Leben neu erfinden: Technologie unter Bedingungen von Überfluss und Beschränkungen". Zu Herzen genommen haben sich die Konferenzveranstalter das Motto offenbar auch für den für solche Veranstaltungen typischen Goodie-Bag: In den Vorjahren bekamen Teilnehmer mitsamt Konferenzprogramm und anderen Dreingaben schicke Umhängetaschen, komplett mit iPod-Halter im Schulterriemen. Dieses Jahr gibt es für alle Teilnehmer dagegen nur eine simple Plastiktüte.<br />
<br />
Diese wiederum ist symbolisch für die Schwierigkeiten, mit denen Konferenzveranstalter wie O'Reilly in diesen Tagen zu kämpfen haben. Angesichts massiver Entlassungsrunden in der US-amerikanischen Internet-Wirtschaft sind immer weniger Unternehmen bereit, bis zu 1.500 US-Dollar für Konferenztickets auszugeben. O'Reilly erwartet dieses Jahr nur etwa 600 Teilnehmer - halb so viele wie im Vorjahr. Forrest dazu: "Die Wirtschaftslage hat definitiv einen Einfluss auf das Konferenzgeschäft. Das ist auch an uns nicht spurlos vorbeigegangen."<br />
Weniger Sponsoren, mehr Programm<br />
<br />
Noch schmerzhafter dürfte der Sparzwang einiger hochkarätiger Sponsoren sein. Sponsor-Partnerschaften stellen gerade für Technologiekonferenzen eine wichtige Einnahmequelle dar. So gab Sun im letzten Jahr 75.000 Dollar aus, um auf der ETech präsent zu sein. Dieses Jahr entschied man sich für ein bescheideneres Paket, das die Firma laut Listenpreis nur 25.000 Dollar kostete. Die im letzten Jahr ebenfalls präsenten Sponsoren Google, Disney, Amazon und Adobe fehlen dieses Mal vollkommen.<br />
<br />
Die meisten Konferenzbesucher dürften den fehlenden Sponsoren allerdings nur wenige Tränen nachweinen. Teil des Konferenzgeschäfts ist, dass Sponsoren prominente Plätze im Programm einer Veranstaltung bekommen. Im Fall der ETech bedeutete das in der Vergangenheit: Wer 75.000 Dollar zahlte, durfte eine 15 Minuten lange Keynote-Ansprache vor allen Teilnehmern halten. Für 25.000 Dollar gab es eine 45 Minuten-Präsentation im kleineren Rahmen. Die Zahl der derart erkauften Programmplätze ist in diesem Jahr deutlich geringer.<br />
Die digitale Gesellschaft aufbauen<br />
<br />
O'Reilly selbst ging am Montag mit keinem Wort darauf ein, welchen Einfluss die derzeitige Krise auf sein Unternehmen hat. Stattdessen ließ er es sich dann doch nicht nehmen, an der einen oder anderen Stelle seiner optimistischen Natur freien Lauf zu lassen.<br />
<br />
Großen Mut mache ihm beispielsweise die Obama-Regierung. "Wir haben eine einzigartige Chance", ließ er sein Publikum wissen. "Wir haben einen Präsidenten, der will, dass dieses Land funktioniert wie das Internet: offen und transparent." Es sei deshalb wichtig, dass die Internet-Welt die Obama-Regierung mit allen Kräften unterstütze. "Wir haben die Möglichkeit, eine einzigartige digitale Gesellschaft aufzubauen", so O'Reilly.<br />
<a href="http://futurezone.orf.at/stories/1503175/"><br />
Der Text mit Links bei futurezone.orf.at.</a>]]></description>
 <category>General</category>
<comments>http://www.lowpass.cc/texte.php?itemid=410</comments>
 <pubDate>Tue, 10 Mar 2009 15:49:00 -0700</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Millionengeschäfte mit Browser-Toolbars]]></title>
 <link>http://www.lowpass.cc/texte.php?itemid=409</link>
<description><![CDATA[Endnutzer ärgern sich nicht selten über Browser-Toolbars, die auf neuen Computern vorinstalliert sind. Doch für viele Software-Unternehmen sind derartige Beigaben zu überlebenswichtigen Einnahmequellen geworden. In Kalifornien arbeitet man derzeit an der Zukunft der Zusatz-Software. [Futurezone, 28.02.2009] Wer heutzutage einen neuen Computer mit Windows-Betriebssystem kauft, bekommt in vielen Fällen jede Menge Dreingaben mitgeliefert. Ein Virenscanner testet bis zu 30 Tage kostenlos, ob das eigene System von Schädlingen befallen ist. Die Testversion einer Software-Firewall hilft ebenfalls für ein paar Wochen mit der Sicherheit, und auf dem Desktop findet sich neben Links zu zahlreichen Internet-Anbietern gleich auch noch ein Widget zum Abrufen von Wetterberichten.<br />
<br />
Software-Dreingaben wie diese mauserten sich in den letzten Jahren nicht nur für PC-Hersteller zu einem lukrativen Geschäft. Auch Software-Entwickler selbst setzen immer häufiger auf derartige Angebote, um ihre eigenen Programme zu finanzieren. Besonders beliebt sind dabei Browser-Toolbars von Suchmaschinen wie Google, MSN, Yahoo und Ask.com. Suchmaschinenanbieter zahlen den PC-Herstellern zwischen 80 Cent und zwei Euro pro installierte Toolbar. Erfolgreiche Software-Anbieter setzen mit derartigen Dreingaben längst Millionen um.<br />
<br />
Eine Rezessionsrückversicherung<br />
<br />
Für viele Firmen wurden derartige Browser-Toolbars gerade in den letzten Monaten zu einer Art Rückversicherung für die Wirtschaftskrise. Sparsame Konsumenten geben kaum noch Geld für Software oder andere digitale Medien aus. Auch der Verkauf von Dienstleistungen an Firmenkunden leidet unter dem schlechten ökonomischen Klima. Manch ein Unternehmen nimmt deshalb Geld mit Toolbars ein, während der eigentliche Geschäftsplan auf Eis liegt.<br />
<br />
Ein Beispiel dafür ist die kalifornische Firma Bittorrent Inc., bekannt für die gleichnamige P2P-Software. Bittorrent wollte sich eigentlich als Verkäufer von Videos und Großhandelsanbieter von Download-Diensten im Netz etablieren. Im Dezember schloss die Firma jedoch ihren erfolglosen Download-Store, und große Geschäftskunden lassen ebenfalls bis heute auf sich warten.<br />
<br />
Der lukrative Toolbar-Deal<br />
<br />
Der scheidende Firmenchef Ashwin Navin verriet dafür im November, wie sich Bittorrent in der Zwischenzeit über Wasser hält: Man habe einen "lukrativen Toolbar-Deal" abgeschlossen, so Navin. Bittorrent bietet seinen Nutzern die Möglichkeit, während der Installation seiner kostenlosen Software gleich auch die Ask.com-Toolbar zu installieren.<br />
<br />
Die Browser-Erweiterungen machen sich auch für Suchmaschinenanbieter bezahlt. Nach Informationen der US-Marktforschungsfirma Comcast kommen zwölf Prozent aller Google-Suchanfragen und 18 Prozent aller Yahoo-Suchen von derartigen Toolbars. Bei der Suchmaschine Ask.com liegt die Quote sogar bei 42 Prozent.<br />
<br />
DivX und Yahoo<br />
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Die meisten Software-Firmen halten sich dagegen mit Details zu ihren Toolbar-Deals bedeckt. Eine Ausnahme ist der Codec-Hersteller DivX Networks, der als börsengehandeltes Unternehmen detailliert Rechenschaft zu seinen Einnahmen ablegen muss. Toolbars spielen dabei seit langem eine große Rolle: So brachte Yahoos Toolbar DivX in den ersten neun Monaten des letzten Jahres mehr als 14 Millionen US-Dollar ein.<br />
<br />
DivX Networks musste jedoch Ende letzten Jahres lernen, dass die finanzielle Abhängigkeit von derartigen Toolbars auch ihre Schattenseiten hat. Yahoo kündigte den Vertrag mit der Firma im November ohne Vorwarnung auf. DivX musste daraufhin zehn Prozent seiner Belegschaft entlassen.<br />
<br />
Zu viel Müll<br />
<br />
Konsumenten sind oft nicht eben glücklich über die Toolbar-Schwemme. Zwar versprechen Browser-Erweiterungen und andere kostenlose Zusatzprogramme bisweilen einen echten Mehrwert für ihre Nutzer. Viele Software-Entwickler spekulieren jedoch darauf, dass Endnutzer sich so schnell wie möglich durch die Installation ihrer Programme klicken und dabei die Software-Beigaben aus Versehen gleich mit installieren.<br />
<br />
"Viele Firmen machen das nicht nur mit Toolbars, sondern auch mit Wetter-Widgets, Smileys und Bildschirmschonern", berichtet der kalifornische Start-up-Gründer Chester Ng. "Es gibt einfach zu viel Müll auf diesem Gebiet, und das hat bei Konsumenten einen üblen Nachgeschmack hinterlassen."<br />
<br />
Ng ist Mitbegründer eines Start-ups namens Opencandy, dass sich eine Runderneuerung der Toolbar-Idee auf die Fahnen geschrieben hat. Opencandy bietet Software-Entwicklern die Möglichkeit, dynamisch Programme von Drittanbietern in die eigene Installationssoftware zu integrieren. Opencandy greift dann während der Installation eines Programms auf firmeneigene Server zu, um dem Endnutzer relevante Zusatzsoftware anzubieten.<br />
<br />
Werbung für Open Source<br />
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Opencandy befindet sich derzeit noch in einem geschlossenen Betatest, doch laut Ng hat die Firma bereits mehrere Millionen Installationsprogramme vertrieben. Dabei sind diese nicht zwangsläufig kommerzieller Natur. Software-Entwickler können Opencandy beispielsweise auch dazu nutzen, Open-Source-Programme zu promoten.<br />
<br />
Langfristig will Opencandy Programmierern mit einer Google-Adsense-ähnlichen Plattform für Software-Downloads dabei helfen, neue Einnahmequellen zu erschließen. Dem Backlash gegen Browser-Toolbars und ähnliche Zusatzdienste will man dabei durch Relevanz und Transparenz entgegenwirken. So wird es bei Opencandy keine vorausgewählten Kästchen und ähnliche Tricks geben, die zu ungewollten Installationen führen können. "Wir machen keine Opt-outs", verspricht Ng.<br />
<br />
Mit Hilfe von Nutzungsstatistiken und IP-Nummern-Lokalisierung will man zudem stets Software anbieten, die für den jeweiligen Endnutzer auch sinnvoll sei. Ng dazu: "Ein Nutzer in Japan interessiert sich nicht wirklich für die Ask-Toolbar."<br />
<a href="http://futurezone.orf.at/stories/1502887/"><br />
Der Text mit Links bei futurezone.orf.at.</a><br />
]]></description>
 <category>General</category>
<comments>http://www.lowpass.cc/texte.php?itemid=409</comments>
 <pubDate>Sat, 28 Feb 2009 15:47:00 -0800</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Auftakt im Pirate-Bay-Prozess]]></title>
 <link>http://www.lowpass.cc/texte.php?itemid=407</link>
<description><![CDATA[Am Montag beginnt in Schweden der Prozess gegen die drei Betreiber der bekannten Bittorrent-Website The Pirate Bay. Eine Verurteilung könnte ernsthafte Folgen für die gesamte Tauschbörsen-Szene haben. [Futurezone, 16.02.2009] In den nächsten zweieinhalb Wochen werden Filesharer und ihre Gegner gleichermaßen gebannt nach Stockholm schauen, wo am Montag ein Strafprozess gegen Hans Fredrik Neij, Gottfrid Svartholm Warg und Peter Sunde beginnt.<br />
<br />
Die drei sind im Netz auch unter den Pseudonymen Anakata, Tiamo und Brokep bekannt, und ihre Website ist in den letzten Jahren zum Synonym für Bittorrent-Dateientausch geworden: The Pirate Bay wird rund um die Uhr von bis zu 25 Millionen Nutzern gleichzeitig genutzt, um nach Filmen, TV-Shows, Musik und Software zu suchen.<br />
<br />
Gefängnisstrafe möglich<br />
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Rechteinhaber werfen den dreien deshalb vor, mit ihrem Angebot das Brechen von Urheberrechten zu unterstützen. So erklärte der US-Filmindustrieverband MPAA am Freitag in einer Presseerklärung, die Betreiber von Pirate Bay hätten jahrelang den illegalen Austausch von Filmwerken ermöglicht.<br />
<br />
Die Stockholmer Staatsanwaltschaft will deshalb eine Geldstrafe von rund 110.000 Euro gegen die drei sowie einen ehemaligen Partner erwirken. Auch eine Gefängnisstrafe von bis zu zwei Jahren wäre nach schwedischem Recht möglich.<br />
Possen und Positionen<br />
<br />
Die drei angeklagten Pirate-Bay-Betreiber glauben jedoch, dass ihre Website in Schweden legal ist, da sie keinen direkten Zugriff auf urheberrechtlich geschützte Inhalte biete. Stattdessen biete man nur Torrent-Dateien an, die nicht verwerflicher seien als Links bei Google. "Dieser Prozess ist in unseren Augen reines Theater", sagte Sunde dazu am Sonntag während einer Pressekonferenz in Stockholm. Allerdings habe man gar nichts gegen Theater und wolle deshalb gerne selbst dazu beitragen, dass es eine gute Show werde.<br />
<br />
Tatsächlich haben die Angeklagten und ihre Unterstützer für die 13 Prozesstage eine ganze Reihe von Aktionen geplant. So wird es am Montag anlässlich des Prozessauftakts eine Demonstration mit Ansprachen von Vertretern der schwedischen Piratenpartei und des Piratenbüros (Piratbyran) geben. Dazu wird man jeden Tag mit einem zum Pressezentrum umfunktionierten Bus vor dem Gericht Präsenz zeigen.<br />
<br />
Streit über Werbeeinnahmen<br />
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Einer der Hauptstreitpunkte des Prozesses ist die Frage, wie viel Geld die Website den Angeklagten einbringt. "Die Beweismittel in diesem Prozess werden zeigen, dass The Pirate Bay ein kommerzielles Unternehmen ist", meint dazu IFPI-Chef John Kennedy. "Seine Betreiber verdienen damit beträchtliche Summen, obwohl sie gerne behaupten, dass es ihnen nur um freie Kultur geht." Der Musikindustrieverband tritt in dem Prozess als Nebenkläger auf und will für seine Mitglieder 1,6 Millionen Euro Schadenersatz erreichen.<br />
<br />
Der federführende Staatsanwalt geht davon aus, dass die Website mehr als zwei Millionen Euro im Jahr mit Online-Werbung verdient. Die Pirate-Bay-Betreiber bestreiten diese Summen, haben selbst aber öffentlich noch keine Angaben zu ihren Umsätzen gemacht. Stattdessen verwiesen sie während ihrer Presseerklärung lieber auf die laufenden Kosten. Laut Sunde gibt man pro Jahr allein rund 80.000 Euro für Hardware aus. Pirate Bay nutzt derzeit mehr als 30 Server.<br />
<br />
Bittorrent-Welt zunehmend zentralisiert<br />
<br />
Doch was passiert, wenn sich die Ankläger durchsetzen? Während der Pressekonferenz zeigte man sich zuversichtlich, dass eine Verurteilung nicht das Ende für Pirate Bay bedeuten wird. Einerseits könne ein solches Verfahren sehr lange dauern, andererseits könne Pirate Bay auch ohne die drei derzeit im Rampenlicht stehenden Administratoren weiterbestehen.<br />
<br />
Nicht jeder teilt diese Einschätzung. Der wachsende weltweite juristische Druck hat in den vergangenen Jahren zu einer immer größeren Zentralisierung der Bittorrent-Szene geführt. So gab Sunde am Sonntag zu, dass rund 50 Prozent des weltweiten Bittorrent-Datenverkehrs in Zusammenhang mit Pirate Bay stehen.<br />
Überlastete Tracker<br />
<br />
Eine besonders wichtige Rolle kommt dabei den Tracker-Servern von Pirate Bay zu, die Bittorrent-Clients dabei helfen, Nutzer mit den für sie relevanten Fragmenten eines Films oder einer Musikdatei zu finden. Zahlreiche Bittorrent-Websites sind von diesen Trackern abhängig.<br />
<br />
Pirate-Bay-Administrator Gottfrid Svartholm Warg sagte dazu am Sonntag, dass die Server derzeit rund 600 MBit pro Sekunde an Datenverkehr verursachen. Eine Abschaltung dieser Server könnte zu einem Dominoeffekt führen und alle anderen großen Tracker wegen Überlastung in die Knie zwingen.<br />
<br />
Zukunft ohne Piraten<br />
<br />
Bittorrent-Nutzer bekamen einen ersten Vorgeschmack auf einen solchen Filesharing-Super-GAU, als die niederländische Torrent-Website Mininova im vergangenen Sommer wegen Hardware-Problemen vom Netz genommen werden musste. Der Ansturm der plötzlich heimatlosen Bittorrent-Nutzer auf andere Torrent-Sites war so groß, dass einige wegen Überlastung ebenfalls kaum noch erreichbar waren.<br />
<br />
Bittorrent-Entwickler haben in der Vergangenheit immer wieder versucht, das Protokoll für derartige Situationen zu optimieren. So unterstützen die meisten Bittorent-Clients mittlerweile verschiedene Formen dezentraler Vernetzung, um auch ohne Tracker-Server weiter Daten austauschen zu können. Experten zweifeln jedoch daran, dass diese DHT-Netze Tracker komplett ersetzen können.<br />
<br />
Sunde ließ am Sonntag erkennen, dass er sich dieser Schwachstellen durchaus bewusst ist. Er hoffe, dass die Technologie weiterentwickelt werde. "Dann wird es für uns in der Zukunft keinen Bedarf mehr geben", so Sunde.<br />
<a href="http://futurezone.orf.at/stories/1502650/"><br />
Der Text mit Links bei futurezone.orf.at.</a>]]></description>
 <category>General</category>
<comments>http://www.lowpass.cc/texte.php?itemid=407</comments>
 <pubDate>Mon, 16 Feb 2009 15:44:00 -0800</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Harter Kampf um smarte Handys]]></title>
 <link>http://www.lowpass.cc/texte.php?itemid=406</link>
<description><![CDATA[BlackBerry, Windows Mobile, iPhone, Android - und nun auch noch WebOS von Palm: Das Gerangel um die Dominanz auf dem Smartphone-Zukunftsmarkt erinnert an die Browser-Kriege der 90er Jahre. Wer jetzt Boden gutmacht, kann mit satten Gewinnen rechnen. In den USA kämpfen die Anbieter daher mit harten Bandagen um Kunden und Entwickler. [Futurezone, 30.01.2009] Kaum hatte Apple-Chef Steve Jobs krankheitsbedingt das Ruder an seinen neuen Steuermann Tim Cook übergeben, feuerte dieser schon erste Warnschüsse ab. "Wir mögen Konkurrenz, solange sie nicht unser geistiges Eigentum stiehlt", erklärte Apples COO letzte Woche während der Bekanntgabe der Firmen-Quartalsergebnisse. Gegen Rechtsverletzungen werde man mit "allen verfügbaren Waffen" zu Felde ziehen.<br />
<br />
Cook wollte auch auf Nachfrage keine Namen nennen, doch in der Branche wurde das als offene Warnung an Palm verstanden. Der PDA-Hersteller überraschte auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas Anfang Jänner mit dem Palm Pre - einem Internet-fähigen Mobiltelefon, dessen Touchscreen sich wie der des iPhone per Multitouch mit mehreren Fingern gleichzeitig bedienen lässt. Das Gerät beeindruckte die anwesenden Pressevertreter derart, dass es schnell als Sensation der CES gefeiert wurde. Das Gadget-Blog Gizmodo befand sogar, das Pre sei "die wichtigste Mobiltelefonvorstellung der letzten zwei Jahre".<br />
<br />
Touchpad und Multitasking<br />
<br />
Tatsächlich bietet das Palm Pre einiges, was Apples iPhone und vielen anderen Smartphones bis heute fehlt. So besitzt das Gerät eine Art Touchpad, mit dem sich die Menüs auch außerhalb der Bildschirmfläche mit mehreren Fingern bedienen lassen. Palms Linux-basiertes WebOS-Betriebssystem ermöglicht echtes Multitasking mit einer intuitiven Ansicht aller laufenden Applikationen. WebOS soll es Entwicklern zudem ermöglichen, mit simplen HTML- und JavaScript-Kenntnissen eigene Applikationen für das Pre zu schreiben.<br />
<br />
Streitpunkt für Apple ist offenbar die Multitouch-Technologie, mit der Nutzer beispielsweise mit zwei Fingern in Stadtplankarten zoomen können. Apple erhielt vor ein paar Tagen ein Patent für die Bedienung von Mobiltelefonen via Multitouch, und die IT-Presse spekuliert seither fleißig über eine mögliche Patentrechtsklage gegen Palm.<br />
<br />
Der neue Browser-Krieg<br />
<br />
Allein die Drohung mit dem Anwalt zeigt bereits, wie stark umkämpft der Handymarkt mittlerweile ist. Das Geschäft mit den Mobiltelefonen wurde lange Zeit von Firmen wie Nokia, Samsung und LG dominiert, die mit dem Verkauf von Endgeräten ihr Geld verdienten.<br />
<br />
Doch Apples iPhone-Erfolgsgeschichte, der iPhone App Store und die Aussicht auf Milliardenéinnahmen aus mobiler Werbung haben den Markt grundsätzlich verändert und damit zu neuen Konflikten geführt. Der Konflikt zwischen Apple und Palm, Googles Android-Offensive, das Umwerben von Drittentwicklern: All das erinnert fatal an andere hart ausgefochtene Schlachten wie etwa den Browser-Krieg der 90er und den Kampf um die Vorherrschaft auf dem Betriebssystem-Markt in den 80ern.<br />
<br />
Bald auch Apps für Obamas Lieblingshandy<br />
<br />
Bisher ist jedoch noch völlig unklar, wer diesmal als Sieger hervorgehen wird. Apple dominierte zwar mit seinem iPhone in den vergangenen Monaten die Schlagzeilen, doch das schicke iPod-Handy hat sich bisher gerade einmal 16 Prozent des Smartphone-Markts sichern können. Zu Apples Konkurrenten gehört unter anderen der für seine BlackBerry-Handys bekannte Smartphone-Hersteller RIM, der dem iPhone mit seinem neuen Touchscreen-Handy Storm Konkurrenz machen will.<br />
<br />
Die Resonanz auf das Storm ist bisher verhalten, doch RIM hat noch ein weiteres Ass im Ärmel: Im März will man eine eigene mobile Software-Plattform nach dem Vorbild des iPhone App Store eröffnen. Entwickler können seit Jänner Applikationen für BlackBerrys Plattform einreichen. RIM hat eigenen Angaben zufolge insgesamt 21 Millionen Kunden. Unerwartete Publicity bekam RIM durch die Wahl des US-Präsidenten Barack Obama, der sein BlackBerry allen Empfehlungen seiner Anwälte zum Trotz auch im Weißen Haus nutzen wird - auch wenn zwischendurch im Gespräch war, dass Obama auf das sicherheitstechnisch gehärtete Spezialtelefon Sectera Edge wechseln würde.<br />
<br />
Download-Plattformen stehen bereit<br />
<br />
RIMs Interesse an einer eigenen mobilen Software-Plattform kommt nicht von ungefähr. Apple gab Mitte Jänner bekannt, mittlerweile 500 Millionen Programme über seinen iPhone App Store vertrieben zu haben. Die Firma sichert sich dabei 30 Prozent aller Einnahmen vom Verkauf kostenpflichtiger Anwendungen und beteiligt Entwickler mit 70 Prozent. Jobs prophezeite bereits letzten Sommer, mit dem App Store langfristig Milliardenumsätze zu erzielen.<br />
<br />
Kein Wunder also, dass sich auch andere ein Stück von diesem Kuchen abschneiden wollen. Google bietet für sein Android-Betriebssystem und das ab nächster Woche in Österreich erhältliche G1-Handy eine Android Marketplace genannte Software-Plattform an. Microsoft arbeitet Berichten zufolge ebenfalls an einem mobilen Download-Markt namens Skymarket, der bereits Mitte nächsten Monats starten könnte. Und auch für Palms Pre wird es einen Software-Download-Store geben.<br />
<br />
Sperren für datenintensive Dienste<br />
<br />
Ein wesentlicher Unterschied zwischen diesen Plattformen ist die Kontrolle, die ihre Betreiber über das jeweilige Angebot ausüben. Apple hat in der Vergangenheit mehrfach Programme abgelehnt, die mit firmeneigenen Produkten konkurrieren. Google sieht derartige Dinge laxer. So ist es Nutzern des G1 unter anderem möglich, einen anderen Browser auf ihrem Handy zu installieren.<br />
<br />
RIM will für seine BlackBerry-Download-Plattform offenbar einen Mittelweg einschlagen. "Wir haben kein Problem damit, wenn jemand einen besseren Kalender als unseren eigenen programmiert", erklärte RIMs Mike Kirkup dazu kürzlich gegenüber ZDNet. BlackBerry-Kunden könnten dennoch ein paar unangenehme Überraschungen erleben: RIM wird für jeden beteiligten Mobilfunkkonzern eine eigene Version der Download-Plattform erstellen. Datenintensive Dienste wie etwa Programme zum Abspielen von Radio- und Videostreams könnten damit für Nutzer eines Netzanbieters gesperrt sein, während andere ungehindert darauf zugreifen können.<br />
<a href="http://futurezone.orf.at/stories/1502135/"><br />
Der Text mit Links bei futurezone.orf.at.</a>]]></description>
 <category>General</category>
<comments>http://www.lowpass.cc/texte.php?itemid=406</comments>
 <pubDate>Fri, 30 Jan 2009 15:42:00 -0800</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Im Netz der Erwartungen]]></title>
 <link>http://www.lowpass.cc/texte.php?itemid=405</link>
<description><![CDATA[Barack Obama hat sich im US-Präsidentschaftswahlkampf als Kandidat des Wandels präsentiert. Internet-affine Anhänger hoffen nach seinem Amtsantritt auf richtungsweisende Veränderungen in Bezug auf Urheberrechte, Netzneutralität und politische Transparenz. Ob der neue Präsident diese Erwartungen erfüllen kann, bleibt abzuwarten. [Futurezone, 20.01.2009] Wenn Obamas Team in den nächsten Tagen in die Büros des Weißen Hauses und anderer Regieungsgebäude in Washington ziehen wird, dann dürften viele seiner Mitarbeiter einen Schock erleben. Einige der Computer im Weißen Haus sind Medienberichten zufolge so alt, dass auf ihnen noch Windows 2000 läuft. Das Weiße Haus setzt zudem auf Filter, die den Zugriff auf zahlreiche Websites verhindern. Und Instant Messaging ist in dem weltberühmten Gebäude grundsätzlich verboten.<br />
<br />
Insbesondere dieses Verbot von IM-Chats soll unter Obamas Mitarbeitern für Unmut sorgen. Sein Team setzte im Wahlkampf zur Koordination intensiv auf AOLs Instant Messenger und Googles Gtalk. Doch US-Gesetzen zufolge müssen alle schriftlichen Kommunikationen von Regierungsmitgliedern archiviert und auf Anfrage dem Parlament zugänglich gemacht werden. Obamas Anwälte befürchten nun, dass unreflektiert dahingetextete IM-Nachrichten der neuen Regierung zum Verhängnis werden könnten und haben deshalb ein IM-Verbot verhängt.<br />
<br />
Krebskrank und angeschossen<br />
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Der Verzicht auf IM ist symptomatisch für die neuen Realitäten, mit denen sich Obama, seine Mitarbeiter und auch seine Unterstützer in den kommenden Monaten abfinden werden müssen. Obama verdankte seinen Wahlsieg unter anderem den neuen Medien. Sein Wahlkampfteam nutzte Twitter, Facebook und Blogs, um mit Änhängern in Kontakt zu bleiben und Rekordsummen von Spendengeldern einzutreiben.<br />
<br />
Unterstützung gewann Obama jedoch auch für seine technologiepolitischen Positionen. Er trat im Wahlkampf offensiv für Netzneutralität, Breitband-Internet für alle US-Amerikaner und eine Reform des Patentrechts ein. Mit derartigen Themen sicherte er sich unter anderem die Unterstützung des prominenten Buchautors und Urheberrechtsexperten Lawrence Lessig, des Web-2.0-Blogs Techcrunch sowie der Tauschbörsen-Aktivisten der US-Piratenpartei.<br />
<br />
Angesichts der dramatischen Wirtschaftskrise ist jedoch fraglich, wie viel Zeit, Geld und Energie Obamas Regierung wirklich in IT-Politik stecken wird. Lessig selbst verglich die Lage des Landes kürzlich in einem Artikel für Newsweek.com mit einem Krebspatienten, der auf dem Weg zur Chemotherapie in eine Schießerei verwickelt wird. Am Anfang werde sich die neue Regierung auf das Verbinden der schlimmsten Wunden konzentrieren, so Lessig. Es wäre jedoch ein Fehler, deshalb die Krankheit aus den Augen zu verlieren.<br />
<br />
Ein RIAA-Anwalt im Justizministerium<br />
<br />
Obamas Anhängern machen nicht nur die Sachzwänge der Wirtschatskrise Sorgen. Für Zweifel haben auch einige Amtsbesetzungen des neuen Präsidenten gesorgt. So bekam ausgerechnet einer der Hausanwälte des Musikindustrie-Lobbyverbands RIAA eine leitende Position im US-Justizministerium. Tom Perrelli arbeitete bis zu seinem Wechsel in die Regierung für die in Washington ansässige Anwaltskanzlei Jenner & Block, die ihr Geld unter anderem mit dem Klagen von Tauschbörsennutzern verdient.<br />
<br />
Perrelli ist nicht der einzige Freund der Unterhaltungsindustrie in Obamas Regierungsteam. Vizepräsident Joe Biden setzte sich in der Vergangenheit für schärfere Gesetze gegen das Umgehen von Kopierschutzmaßnahmen und für die strafrechtliche Verfolgung von Tauchbörsennutzern ein. Stellvertreter des neuen US-Bundesstaatsanwalts wird schließlich David Ogden, der in der Vergangenheit unter anderem ein höchst umstrittenes Gesetz gegen Internet-Pornografie verteidigte.<br />
<br />
Null Toleranz für Bittorrent-Blockaden<br />
<br />
Lob gibt es dagegen im Netz für Obamas neuen Chef der Telekommunikationsaufsichtsbehörde FCC. Julius Genachowski gilt als überzeugter Verfechter der Idee, dass Internet-Provider keinen Einfluss auf die Protokolle, Dienste und Inhalte ihrer Nutzer und anderer Anbieter nehmen dürfen.<br />
<br />
Dieses Prinzip der Netzneutralität geriet in den USA in die Schlagzeilen, als der Kabelanbieter Comcast vor anderthalb Jahren damit begann, die BitTorrent-Übertragungen seiner Kunden zu blockieren. Die FCC zwang Comcast im letzten Jahr zu einem Kurswechsel. Gleichzeitig zeigte sich der republikanische FCC-Vorsitzende Kevin Martin zuversichtlich, dass es keine neuen Gesetze für Netzneutralität brauche. Genachowski könnte da anderer Meinung sein. Fest steht, dass Netzanbieter von Obamas FCC-Chef kein Verständnis für Comcast-ähnliche Eingriffe in den Internet-Datenverkehr erwarten dürfen.<br />
<br />
<br />
Regierungsdaten für Mashups<br />
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Für Optimismus unter Netzaktivisten sorgt auch der Einfluss, den IT-Fachleute auf Obamas Übergangsteam hatten. Teil des Vorbereitungsprozesses zur Amtsübernahme war die Gründung eines Teams für Technologie, Innovation und Regierungsreform, dem unter anderen die bloggende Jusprofessorin Beth Noveck und der Google-Manager Andrew McLaughlin angehören.<br />
<br />
McLaughlin sagte dazu am Montag in einem YouTube-Video, ein simpler Weg zu mehr Reform der US-Regierung sei, von öffentlichen Stellen erhobene Daten als Rohmaterial für Mashups anzubieten. "Ich glaube, dass diese Regierung viel offener für derartige Experimente sein wird", so McLaughlin.<br />
<a href="http://futurezone.orf.at/stories/1501852/"><br />
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 <category>General</category>
<comments>http://www.lowpass.cc/texte.php?itemid=405</comments>
 <pubDate>Tue, 20 Jan 2009 15:40:00 -0800</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Der Ausverkauf des Web 2.0]]></title>
 <link>http://www.lowpass.cc/texte.php?itemid=394</link>
<description><![CDATA[Die Zeit der kostspieligen Übernahmen von Start-ups ist vorbei. Stattdessen werden Web-2.0-Plattformen jetzt zum Sonderpreis verkauft - und nach Abschluss des Geschäfts umgehend stillgelegt. Auf der Strecke bleiben die Nutzer der Dienste - und ihre Daten. [Futurezone, 21.12.2008] Die Einkaufsliste, der wichtige Telefonanruf, die Lieblingssendung im Fernsehen: Die digitale Assistentin Sandy von Iwantsandy.com hat in den vergangenen zwölf Monaten zahllose Termine und Erinnerungen an ihre Nutzer geschickt.<br />
<br />
Besonders beliebt unter Sandys Nutzern war die Möglichkeit, den Dienst direkt über das Microblogging-Angebot Twitter mit neuen Terminen und Notizen zu füttern. Sandy meldete sich anschließend bei ihren Nutzern regelmäßig per E-Mail, SMS oder elektronischen Kalender, um sie an die wichtigen Dinge des Lebens zu erinnern.<br />
<br />
Sandys Nutzer müssen sich jedoch ab sofort wieder selbst an ihre Termine erinnern. Der Dienst wurde am vergangenen Freitag ersatzlos abgeschaltet.<br />
<br />
Aufgekauft von Twitter<br />
<br />
Grund für die Stilllegung ist die Übernahme der Sandy-Betreiberfirma Values of N durch Twitter. Values-of-N-Gründer Rael Dornfest erklärte dazu, Twitter habe keine unmittelbaren Pläne, Sandys Features in seine Microblogging-Plattform zu integrieren. Sandy-Nutzer sollten sich jedoch nicht darüber wundern, wenn ihnen in Zukunft das eine oder andere Twitter-Feature bekannt vorkomme.<br />
<br />
Dornfest gründete Values of N, nachdem er mehrere Jahre beim bekannten Technologieverlag O'Reilly gearbeitet hatte. Sein Start-up betrieb zusätzlich zu Sandy noch einen Dienst für digitale Notizzettel namens Stikkit, der ebenfalls am Freitag dichtgemacht wurde.<br />
<br />
Microblogger ausgesiebt<br />
<br />
Stikkit und Sandy sind nicht die einzigen Web-2.0-Dienste, die in den letzten Tage das Zeitliche segnete. Ebenfalls betroffen war Pownce - eine Microblogging-Plattform, die Twitter mit der Möglichkeit zum Medientausch Konkurrenz machen wollte. So konnten sich Pownce-Nutzer gegenseitig MP3s zukommen lassen sowie Fotos und kurze Videos an ihre Freunde und Kontakte schicken.<br />
<br />
Pownce setzte zudem auf Web-2.0-Prominenz, um sich von Twitter abzusetzen. Zu den Gründern gehört Kevin Rose, bekannt als Erfinder der extrem erfolgreichen sozialen Nachrichtenplattform Digg.com. Doch trotz Rose war Pownce nie sonderlich erfolgreich. Anfang Dezember gab das Pownce-Team bekannt, dass man vom Blog-Anbieter Six Apart aufgekauft worden sei. Der Dienst wurde am vergangenen Montag ersatzlos eingestellt.<br />
<br />
Feste Jobs statt großem Zahltag<br />
<br />
Das Aufkaufen einer Firma ohne die Absicht, ihre Produkte weiter zu unterstützen, bezeichnet man in der Sprache der Risikokapitalgeber als Übernahme der Vermögenswerte. Six Apart sicherte sich dabei beispielsweise die Rechte am Namen und an der Technologie von Pownce.<br />
<br />
Während beim Aufkauf kompletter Start-ups oftmals Millionen gezahlt werden, fließt bei derartigen Ausverkaufsübernahmen deutlich weniger Geld. Die Haupbelohnung für die Gründer eines derart todgeweihten Start-ups liegt darin, dass sie nach dem Übernahme einen festen Job haben.<br />
<br />
So kündigten die beiden Pownce-Entwickler Leah Culver und Mike Malone an, dass sie in Zukunft für Six Apart arbeiten werden. Sandy- und Stikkit-Erfinder Rael Dornfest bekam durch die Übernahme seiner Firma einen Job als Entwickler bei Twitter.<br />
Ein würdevolles Ende<br />
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Die Übernahme der Vermögenswerte ist damit eine Art würdevolles Ende für Start-ups ohne finanzielle Überlebenschancen. Dabei ist die Zukunft dieser Firmen nicht immer vorgezeichnet. Dornfests Gründung Values of N schien beispielsweise unter einem guten Stern zu stehen. Einer der ersten Investoren in die Firma war Ram Shriram, der auch den Google-Gründern einen ihrer ersten Schecks gegeben hatte. Dornfest selbst war vor der Firmengründung in der Branche allseits bekannt.<br />
<br />
Eine zweite Finanzierungsrunde kam dennoch nicht zustande, und Dornfest ging nach einer Weile ganz einfach das Geld aus. Anfangs beschäftigte die Firma knapp ein Dutzend Mitarbeiter. Seit mehr als einem halben Jahr lief die Firma jedoch als Einmannbetrieb. "Rael ist ein genialer Programmierer", erklärte ein Silicon-Valley-Insider, der nicht genannt werden will, dazu gegenüber Futurezone, "Doch praktisch niemand nutzte seine Technologie."<br />
<br />
Tatsächlich fristeten Dornfests Dienste in der Welt des Web 2.0 ein Schattendasein. Beide Plattformen beeindruckten durch clevere Fähigkeiten zur Interpretation natürlicher Spracheingabe. Ihre Funktionsweise ließ sich jedoch nur schwer erklären. Bis zu Einstellung des Angebots konnten sich deshalb gerade mal 11.000 Twitter-Nutzer dazu durchringen, die digitale Assistentin Sandy auszuprobieren. Öffentlich zugängliche Statistiken lassen erahnen, dass Stikkit noch deutlich weniger Nutzer für sich begeistern konnte.<br />
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Kein Geld mehr für Millionenübernahmen<br />
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Fehlender Erfolg war nicht immer ein Grund für eine Übernahme mit Todeskuss. Branchenriesen gaben zu den Hochzeiten des Web-2.0-Booms viel Geld für Start-Ups aus, deren Nutzerzahlen alles andere als beeindruckend waren. So ließ sich Yahoo das soziale Widget Mybloglog zehn Millionen Dollar kosten, obwohl der Dienst zum Übernahmezeitpunkt Anfang des letzten Jahres gerade mal 45.000 registrierte Nutzer verzeichnete.<br />
<br />
In Zeiten massiver Einsparungen ist für derartigen Kaufrausch offenbar nur noch wenig Geld vorhanden. Gleichzeitig wird es für immer mehr Start-ups finanziell eng. So warnte die Venture-Kapital-Firma Sequoia Capital kürzlich, dass es auf absehbare Zeit nur noch wenig Geld für neue Finanzierungsrunden geben werde.<br />
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Auch die Zahl der Firmenübernahmen wird nach Auffassung der Sequoia-Manager deutlich sinken, und profitable Start-ups werden dabei deutlich bessere Karten haben. Nutzer von Web-2.0-Anwendungen müssen sich deshalb darauf gefasst machen, dass die ein oder andere ihrer Lieblingsplattformen in naher Zukunft ganz einfach verramscht und dichtgemacht wird.<br />
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 <pubDate>Sun, 21 Dec 2008 14:55:00 -0800</pubDate>
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